portugal!

angekommen!
5 wochen nach unserem beschluss, den winter nicht in süditalien zu verbringen (ciao ciao, bella italia!), sondern uns gen portugal aufzumachen, war es soweit: vorgestern nachmittag passierten wir in unserem wunderbar tapferen entschleunigungsmobil die spanisch-portugiesische grenze! wenige kilometer dahinter, bei chaves, fanden wir einen stellplatz an einem kleinen see, der uns mit abendrot und lauschiger stimmung empfing.

zur feier des tages haben wir ein feuerchen gemacht – das erste seit unserem allerersten abend ohne feste bleibe am ostseestrand vor über 3 monaten… das feuerholz hat ilka bereits in der schweiz gesammelt, anmachpappe und papier dafür horten wir schon seit wochen – und schleppen es seit ewigkeiten in einer obstkiste aus holz mit uns herum, die wechselweise unter’m bett oder irgendwo mitten im weg steht… paßt irgendwie, dass wir bis zu unserem ersten abend in portugal noch keine gelegenheit zum feuermachen fanden. um so netter war’s, mit mond im hintergrund:

der platz sollte ein reiner feuerplatz bleiben und kein entspannter nachtplatz werden: wir sind zum ersten mal in knapp 100 nächten im bulli mitten in der nacht umgezogen. nichts dramatisches: nacheinander drei autos, die überraschenderweise in dieser sehr unwegsamen, einsamen sackgasse auftauchten, als wir schon eine weile schliefen. eines davon hielt an, eine tür klappte, schritte waren zu hören – in der dunkelheit aber nichts zu sehen – und erst nach gefühlten ewigkeiten startete der motor wieder und der wagen entfernte sich. irgendwie unheimlich, fanden wir, vielleicht vollkommen ohne hintergrund, aber an schlaf war nicht mehr zu denken. so schmissen wir den bulli an und fuhren zum nächstgelegenen parkplatz in der stadt, wo wir die nacht ganz in ruhe fortsetzten.

nach einer hunderunde und dem kaffee am morgen verließen wir unseren nun schon sehr belebten innenstadtnahen schlafplatz und machten uns auf in die nahegelegenen berge: „tras os montes“ – „hinter den bergen“ heißt das gebiet, und so ist es dort auch.

interessanterweise hängen hier viele oliven noch an den bäumen und die ernte scheint erst jetzt im dezember in vollem gange. großteils wird hier offenbar noch in traditioneller weise geerntet. ohne maschinen, mit langem stock werden die früchte von den bäumen ‚geschlagen‘ und fallen in die dafür auf dem erdboden ausgelegte netze.

ausblick gab es wegen diesigen wetters wenig, dafür lauter freundlich winkende einheimische und tolle einsame rastplätze in wunderschöner natur.

beides werden wir an der im winter sehr überlaufenen algarve wohl missen müssen, nichtsdestotrotz zieht es uns auch dorthin. wir möchten in unserem gemütlichen schildkrötentempo die N2 entlang tuckern, eine sehr alte route, die einmal längs durch das land führt, von chaves hier im norden bis faro ganz im süden (mehr dazu findest du hier: portugals „route 66“).

gestern abend steuerten wir hier hinter den bergen einen womostellplatz an und wir freuten uns über den stromanschluss, um mal wieder alle akkus und handys zu laden sowie über waschmaschine und trockner – einmal rundum fitmachen für portugal, wo wir uns am liebsten die nächsten wochen und monate über aufhalten wollen.

falls es nicht doch anders kommt 😉

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