märzmix

Im März haben wir die Algarve verlassen und den Alentejo bereist, den Selbstauslöser am Tablet entdeckt und alle drei Haar bzw. Fell gelassen, den Bulli mal Kamikaze*-mäßig festgefahren und mal behutsam selbst repariert, unzählige Storchennester und Frühlingsblüten bewundert, Zukunftspläne geschmiedet und gefeiert, das Posen für Fotos abgeguckt und einstudiert, viel altes Gemäuer entdeckt und von all dem natürlich Fotos gemacht. Eindrücke unserer ‚Wohnorte‘ findet ihr wie immer unter stellplatz of the day… und bei bullileben geben wir Einblicke in unseren Alltag auf Rädern. Hier folgt nun bunt gemixt der Bilderreigen des letzten Monats:

Die Westküste der Algarve – der Abschnitt vom Cabo de São Vincente am südwestlichsten Zipfel Richtung Norden – sind wir nur ein Stück herauf gefahren. Zu dieser Zeit waren wir intensiv mit Zukunftsplänen beschäftigt und als diese am Praia do Carvalhal (unten) schlussendlich ausgebrütet 🐣 sind, machen wir kehrt und biegen ins Inland ab. Der Abschied von den Stränden fällt uns leichter mit der neuen Idee im Hinterkopf, die gesamte portugiesische Westküste im kommenden Oktober/November umgekehrt von Nord nach Süd mit mehr Zeit zu bereisen und die Strände dann mit vom Sommer noch warmen Wassertemperaturen genießen zu können.
Bevor wir uns langsam auf den Rückweg gen Norden machen können, wollen wir bei ‚unserem‘ Schrauber im Südosten der Algarve noch ein bestelltes Ersatzteil für den Bulli abholen. Auf dem Weg dorthin machen wir noch bei zweien unserer Lieblingsplätzen an der Algarve Halt.
In Tavira, wo wir im Januar so lange mit defekten Bremsen festhingen, feiern wir unser 4-jähriges Beziehungsjubiläum, unsere neuen Zukunftspläne und den Abschied von der Algarve.
Von der Ostalgarve aus geht’s gen Norden in den weiten, menschenleeren, grünen Alentejo.
Auch dort zahllose Storchennester, manchmal auf jedem einzelnen Strommast die Straße entlang.

Zinos Sommerschur ist überfällig und da das Schergerät Strom benötigt, suchen wir einen idyllischen Campingplatz ganz im Osten des Alentejo auf. Auch ich komme dort unter’s Messer…
Mein ein Jahr alter und seit Weihnachten rausgewachsener Undercut kommt mal ganz ab. Ganz schön aufregend: so kurz hatte ich mein Haar noch nie! (Ist nun mehr als vier Wochen her und schon wieder irre gewachsen.)
Nach mir ist Zino dran. Mit Schere vorschneiden, dann das Feintuning mit dem Schergerät. Unser süßer, alter Hund wirkt danach immer 10 Jahre jünger und zart wie ein Rehlein, finden wir. Die Freude über die neue Leichtig- und Luftigkeit ist ihm anzumerken, erst recht nach der Tortur des langen Stillhaltens.
Einige Tage später kommt auch bei Ilka die Wolle ab. Skeptischer Blick, denn das ist mein allererster Versuch an der Haarschere! Zum Glück ist sie mit dem Ergebnis sehr zufrieden…

Die Bilderflut zu VORHER – NACHHER ist eine direkte Folge der (späten) Entdeckung der Selbstauslöserfunktion an meinem alten Tablet…
Unten: Mertola, eine beeindruckend auf und an den Hang gebaute Ortschaft im Osten des Alentejo:

Weiter im Osten wollen wir einen Wasserfall besuchen und finden oberhalb wieder einmal einen Traum-Stellplatz, wo wir erfolglos versuchen, ein Selfie mit dem aufgehenden Mond zu machen:
Der Wasserfall Pulo do Lobo entpuppt sich eher als Stromschnelle, gefällt uns aber trotzdem gut:
Vom Wasserfall aus fahren wir nach Monsaraz, einem sehr alten Städtchen, das das Umland weit überragt. Wir übernachten unterhalb mit Blick auf die Silhouette des Städtchens (unten rechts):
Zum Stadtbummel erklimmen wir mit dem Bulli die Höhenmeter und parken ihn an spektakulärer Stelle:
Unten ein Ausschnitt des Videos von der Rückfahrt von dort ganz oben – verkürzt auf die letzten Meter. So knattern nur luftgekühlte Motoren:
Bei zwei jungen Touristinnen, die sich per Handy ablichten, schauen wir uns das Posieren ab und Ilka setzt es gleich ganz besonders apart um:
Zwar sind wir immer noch sehr langsam unterwegs, verbringen aber doch weitaus mehr Zeit in der Fahrerkabine als noch an der Algarve und sammeln auch beim Fahren Eindrücke und Ausblicke, wie z.B. der Regenbogenfleck, der uns den Weg weist (unten links):
In Juromenha finden wir, wie öfter mal, neben dem Friedhof ein ruhiges Plätzchen, hier sogar mit (Aus-)Blick nach Spanien. Der Ribeira Guadiana bildet hier die portugiesisch-spanische Grenze, man könnte rüberschwimmen. Entlang des Grenzflusses gibt es viele alte Burgen wie diese:
Schieben wir seit Wochen vor uns her: Luftfilter-Reinigen und nachschauen, wo der Motor Luft zieht. Schönes Plätzchen bei Portalegre gesucht, Motorklappe im Heck frei geräumt, die „Heilige Schrift“ – wie unser Schrauber das Selbsthilfe-VWT3-Buch nennt – zurate gezogen, tatsächlich kleine Lecks gefunden, mit Gaffa gefixt, bis zum Schrauber in Freiburg wird’s halten – Stolz!
Eine der vielen Vorzüge des Alentejo: in den Bergen gibt es überall frei zugängliche Quellen mit köstlichem, ungechlortem Trinkwasser:
Wunderschönes, sehr altes und noch belebtes Städtchen Castelo de Vide:

Im Nordosten des Alentejo entdecken wir eher zufällig noch einen Ort, der es auf Anhieb ganz weit nach oben auf die Liste unserer absoluten Lieblings-Stellplätze in Portugal schafft: ein Stausee mit bewachsenen Ufern, den für die Gegend typischen großen Felsen und lauschigen Nischen zum Freistehen. Freuen uns schon, dort im nächsten Winter mal länger zu verweilen:
„En biten scheef, hett Gott leev“ 😉 Es hätte auch ebenere Stellplätze gegeben, aber wir wollen alle drei ja unbedingt direkt ans Wasser:

Eine Touristenattraktion wollen wir in Portugal gerne noch besuchen: ein kleines Bergdorf in einem Gebiet voller großer Felsen und Gesteinlandschaft mit dem Namen Monsanto – hat nichts mit dem berüchtigten Saatguthersteller zu tun, soweit ich weiß. Wir verbringen dort eine erstaunlich ruhige Nacht und machen uns am nächsten Tag auf, das Dorf und die Umgebung zu erkunden:

Eine beeindruckende Runde, das Felsenmeer fasziniert uns sehr. Wir strengen uns sehr an, um diesen Ball zum Spielen mit Zino in Bewegung zu setzen – ohne Erfolg:

Von der Felslandschaft um Monsanto möchten wir uns noch nicht gleich trennen und verbringen das letzte Märzwochenende in beeindruckender Kulisse. Unsere letzte Station in Portugal:
Dort vergessen wir die Zeitumstellung und sind dann bei Grenzübertritt nach Spanien nachhaltig verwirrt, bis uns einfällt: nicht nur die Umstellung auf Sommerzeit haben wir verpennt, sondern auch, dass Portugal in einer anderen Zeitzone liegt als das restliche Mitteleuropa. Wir müssen also die Uhren gleich um 2 Stunden vorstellen und hinken mit unserer inneren Uhr fast 2 Wochen lang hinterher… Zusammen mit einem Wetterumschwung und einigen Umständen, die in Spanien für uns etwas weniger angenehm sind als beim lässigen Überwintern an der Algarve, wird deutlich: die Uhren ticken wieder anders – unsere Rückreise hat begonnen!

2 Kommentare zu „märzmix

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